Die Küchenschelle (Pulsatilla)
Die Küchenschelle (Pulsatilla) ist eine Pflanzengattung aus der Familie der Hahnenfußgewächse (Ranunculaceae). Sie gehört zu den frühblühenden, giftigen Wildblumen und ist vor allem in Europa und Asien verbreitet.
Merkmale:
Wuchs: Mehrjährige, krautige Pflanze mit einer Wuchshöhe von 10–40 cm
Blüten: Meist violett, glockenförmig, mit sechs Blütenhüllblättern und auffälligen gelben Staubgefäßen
Blätter: Fein gefiedert, behaart
Fruchtstände: Fedrig behaarte Samenstände, die dem Löwenzahn ähneln
Standort & Verbreitung:
Küchenschellen wachsen bevorzugt auf trockenen, nährstoffarmen Böden wie Kalkmagerrasen oder sandigen Hängen. Sie sind in Europa verbreitet, aber durch Landwirtschaft und Bebauung selten geworden.
Besonderheiten:
Giftigkeit: Die Pflanze enthält Protoanemonin, das Hautreizungen verursachen kann.
Heilpflanze: In der Volksmedizin wurde sie früher gegen Krämpfe und Nervenerkrankungen eingesetzt.
Naturschutz: Viele Arten, wie die Gemeine Küchenschelle (Pulsatilla vulgaris), sind geschützt, da sie durch Lebensraumverlust bedroht sind.
Die Küchenschelle ist besonders für ihre zarten, pelzigen Knospen und ihre frühe Blütezeit (März–April) bekannt, die sie zu einer beliebten Pflanze in naturnahen Gärten macht.